Jahr 2003

Die Kampagne 2003 ist die zweitlängste (siehe Termine) der ersten Dekade dieses Jahrtausends, was uns aufgrund der einfachen Bauweise unseres letztjährigen Wagens sehr zu gute kommt. Das bauen des Wagens hielt sich deshalb in Grenzen. Bekanntlich hat man ja die besten Ideen, wenn „etwas gerade vorbei ist“. So erging es uns, wie jedes Jahr. Am Rosenmontag oder kurz danach weiss ein jeder von uns, welches Motto wir in der kommenden Saison wählen, aber bis es dann so weit ist, haben wir alles wieder vergessen (ich gebe aber zu, mir geht es genauso ;-); ob das am Alter liegt !?). Nach langem überlegen einigten wir uns schließlich auf das Thema MEXIKO. Die Frauen schmiedeten gleich wieder Pläne für Kostüme und wir Männer überlegten, wie wir unseren „schönen“ Bohrturm zum Einsatz bringen. Es kam uns die Idee, daraus ein Windrad zu machen, was man ja schon in manchen Western gesehen hat, aber mit einem Windrad hätten wir sicherlich die 5-Meter Grenze über- schritten. Nachdem dann auch noch die Runde machte, dass der TÜV kommt und alles pingelig kontrolliert, ließen wir es lieber sein. Wir malten schließlich die Seiten- wände mit neuen Motiven an und stellten einen 3,50 m breiten Gartenschirm mitten auf den Wagen und modellierten auch noch eine 3-D „Tequilaflasche“ aus Styropor (ca. 1,40 m hoch).

Freitags war dann TÜV-Abnahme. Mutig sind unser Fahrer Ralf und ich dann vorgefahren und mussten sagen, so schlimm war es gar nicht. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Veranstalter, die Carnevals-Abteilung des TuS Wöllstein, der die Gebühren hierfür übernommen hat. Am Rosenmontag haben wir Männer morgens schon mal den Wagen beladen und sind auch kurz nach 12.00 Uhr zum aufstellen des Umzuges in die Marktstraße gefahren. Dieses Jahr so früh, da hier nochmals die Fahrzeuge kurz überprüft wurden. Wie letztes Jahr, hatten wir wieder die Zugnummer 15 (insgesamt waren es 35) und konnten so gegen 14.30 Uhr endlich losfahren. Aber wie in den letzten Jahren so üblich, geht es sehr schleppend vorwärts. Dies liegt an der gewaltigen Zuschauermenge am Germaniaplatz und am „Dalles“, die es für alle Teilnehmer sehr schwierig macht, dort durchzufahren. Aber unsere Kinder sind in diesem Jahr auf dem Wagen mitgefahren, was die Sache erleichtert hat. Vom GLOBUS-Supermarkt in Gensingen hatten wir 100 Fußbälle zum auswerfen bekommen, was mal wieder prächtig ankam. Ansonsten muss man sagen, haben wir von den Sponsoren leider etwas weniger bekommen, aber dank unserem „McSnap“ hat es gelangt . Auch in diesem Jahr haben wir mit unserer berühmt- berüchtigten Netztonne wieder ca. 15 weibliche Zuschauerinnen eingesponnen. Da muss ich noch einen Spruch von unserm Fahrer Ralf loswerden, der nach einer missglückten Fangaktion eines Teenies in der Kreuznacher Str. zu mir sagte: „du musst die über 25-jährigen nehmen, die sind dankbarer!“. Wo er recht hat, hat er recht!

Wie in den letzten beiden Jahren, standen die Zuschauer auch wieder in Massen in der Bahnhofstr., lediglich das kurze Stück der Villastr. lässt es etwas nach. Ich glaube, es war so gegen 16.15 oder 16.30 Uhr, als wir wieder am Germaniaplatz ankamen und der Zug sich auflöste. Die Musikwagen (A-Jugend des TuS Wöllstein, TechnoTaxi aus Siefersheim und die Footballer) heizten den Massen beim traditionellen Abtanzen noch mal so richtig ein. Zum Schluss der diesjährigen Kampagne in Wöllstein bleibt mir nur noch zu sagen, dass es nach dem Abtanzen auf dem „Dalles“ bei einbrechender Dunkelheit schon Tradition geworden ist, irgendwo bei Bekannten einzukehren. Dieses Jahr waren wir bei Gudrun und Alan McLellan, die uns mit Kaffee, Sekt und Pizza reichlich versorgten. Hiermit nochmals vielen Dank.

 

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